Fall 4: Supervision (Teil 2)

Ausgangslage:

Du zeigst im Rahmen der Ausbildung in der Supervision ein Video aus deiner Therapie

In der Supervision in der Gruppe betrachtet ihr gemeinsam das Video einer Patientin mit der sozialen Phobie. Die Patientin verlässt wegen ihrer sozialen Phobie nur selten das Haus. Sie kleidet sich auch sehr eigenartig mit knalligen Farben und ungewöhnlichen Mustern.

Auf dem Video:

Die Frau kommt herein setzt sich, und berichtet stolz, dass sie diese tollen Kleider gestern grad gekauft hat. Du unterdrückst dabei ein amüsiertes Lächeln, das man in den Mundwinkeln erkennen kann.

Du bist belustigt über die Patientin und beschreibst sehr bildlich, wie du sie dir vorstellst, wie sie durch das Kleidergeschäft rennt, und im Stress zufällig das hässlichste Kleidungsstück erwischt, welches das Geschäft zu bieten hat. Weiter erzählst du von der Patientin, dass sie starke Körpergerüche abgibt, dass du dich daher vor ihr ekelst.

OK?

Ist dein Verhalten angemessen, oder solltest du nicht, die Persönlichkeit, die Privatsphäre der Patientin besser schützen? Inwiefern ist die Information, dass die Frau stark riecht, relevant für die anderen Supervisionsteilnehmer? Antwortmöglichkeiten anzeigen